Storyline
Geschrieben von Avantenor   
Freitag, 11. Mai 2007

„Die Besiedlung des Landes Aris“

von Kelthar Windfall

Vor Jahrtausenden erreichten die alten Völker das Land von Aris. Die wilden Stämme der Orks siedelten in den ausgedehnten Ebenen der westlichen Ufer, die Zwerge gruben ihre Städte tief in die Gebirge des Landes und die Elfen woben ihre Magie in den uralten Wäldern des Südens, die schon da waren, als Schatten und Licht getrennt wurden.

Die Orks waren eine starke und kriegerische Rasse, und so schlossen Elfen und Zwerge einen uralten Pakt, um den Orks standhalten zu können. Im Osten lebte ein Volk, über das nicht viel geschrieben steht, denn es war unbedeutend für die Geschicke der Welt. Es war das Volk der Menschen, einer schwachen Rasse ohne besondere Fertigkeiten und ohne Wissen. Sie besiedelten als Bauern und Fischer die östlichen Gestade und lebten auf kargem Land. Doch lernten sie im Lauf der Gezeiten, sich den verschiedensten Anforderungen des Lebens anzupassen, so dass sie selbst im Eis des Nordens und in den Wüsten des Ostens sesshaft werden konnten…

„Der Marsch des Schattens“

aus den Annalen von Terlian

…und Kaskaras, der mächtigste der Elfenmagier, half den Zwergen das uralte Portal zu öffnen, hinter dem der Schatten lauerte. In seinem Stolz dachte er, den Schatten zu kontrollieren, und verlachte die Warnungen der Weisen. Und so begab es sich, dass der Schatten wieder den Boden der Welt betrat und die Horden der Dämonen überfluteten Aris und zerstörten alles, was sie vorfanden. Sie metzelten die Anführer der Völker und ihre Heere, die der Flut des Bösen entgegentraten.

Kaskaras verlor die Kontrolle und wurde selbst zum Sklaven der Dämonen, zu einem verruchten Hexer der Schatten. Die Völker, uneins und geschwächt, wichen vor der herannahenden Flut und alle Hoffnung schien verloren.

Das Ende schien nah, als das Licht erneut die Chance bekam, zu wachsen und zu gedeihen. Die Söhne des Menschenkönigs, Targon und seinen jüngeren Bruder Halgan, die im Krieg zu Männern heran gewachsen waren, sammelten die versprengten Armeen um sich und einten die Heer der Menschen, Elfen und Zwerge. Schritt um Schritt drängten sie die Dämonen zurück und jeder Fußbreit an Boden war mit dem Blut der Tapferen bezahlt.

Mit einem gewagten Manöver drang Targon mit einer Schar Getreuer zum Portal vor und warf die Dämonen zurück ins Schattenreich. Doch es gelang nicht, das finstere Portal wieder zu versiegeln. Targon sammelte all seine Kräfte und entzündete mit Hilfe elfischer Magier und einiger Zwergenpriester die heilige Flamme – eine Flamme, deren Feuer jeden Dämon versengt, der sich auch nur in ihre Nähe begibt. So sollte es ihnen verwehrt sein, Aris je wieder zu betreten.

Doch der Preis des Sieges war hoch und die alten Völker zogen sich tief in ihre Gebiete zurück, geschwächt und in Furcht vor einer Wiederkehr des Schattens. Aber für eine Zeit herrschte Frieden und die Menschen begannen, sich die entvölkerten Gebiete zu Eigen zu machen und neu zu besiedeln.

Für Targon hingegen war der Krieg noch nicht vorbei. Er wies seinen getreuen Feldherrn an, den Orden der Heiligen Flamme zu gründen und ein Kloster um die empfindliche Flamme zu errichten, auf das sie nie erlöschen möge. Targon selbst betrat mit einer Gruppe seiner besten Krieger das Portal, um den Herrn der Dämonen endgültig zu vernichten, dem Land Frieden zu schenken und seinen Vater zu rächen. Bis zu seiner Rückkehr sollte sein jüngerer Bruder Halgan als Truchsess das Land verwalten.

Doch Targon kehrte nie zurück. Seit dem großen Krieg sind Jahrzehnte ins Land gegangen und noch immer sitzt der Regent Halgan auf dem Thron und herrscht mit gestrenger Hand.

Es ist Nacht geworden über dem Kloster des Ordens und eine Prozession bewegt sich auf die kleine Kapelle oberhalb des Klosters zu. Heute Nacht wird ein junger Novize zum Bewahrer geweiht werden und noch ahnt er nicht, dass das Schicksal Aris auf seinen Schultern lasten wird…

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 5. August 2008 )
 
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